bergedorf Die Megaballs auf dem Schlossteich
Ein Riesenspaß
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Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie das sein muss, in diesen durchsichtigen Bällen über den Schlossteich zu "rollen" ?
Wir haben es ausprobiert !

Und schon mal vorweg: Es war ein Riesenspaß !


"Die Zeit im Ball ist auf maximal 8 Minuten begrenzt", erklärt mir Sebastian, der Betreiber, gleich zu Beginn.
Und das nicht etwa wegen des Sauerstoffs, sondern weil es anstrengend sei.

Ich denke mir meinen Teil, schliesslich habe ich sehr lange Leistungssport gemacht und bin immer noch recht sportlich.

Also Schuhe aus, Action-Cam auf den Kopf und rein in den Ball ... zunächst in die große, ovale Rolle, die hauptsächlich in eine Richtung dreht.

Der Ball wird mittels eines Gebläses mit Luft gefüllt, die Öffnung verschlossen und mit einem Schubs bin ich auf dem Wasser.
OK, jetzt hinstellen - von wegen !
DAS ist gar nicht so einfach, für den Ungeübten eher unmöglich. Fairerweise muss man sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch einen zweiten Camcorder dabei hatte, sodass ich nur eine freie Hand hatte.
Stellen, hinfallen, stellen, wegrollen, ... und wieder liege ich lachend auf dem Rücken - kaum zu glauben.

Und schon nach 1-2 Minuten in diesem Ding pumpe ich wie ein Maikäfer.
OK, es IST anstrengend !

Aber es macht auch Spaß, sehr viel Spaß.
Mit der Zeit begreift man schon, was man tun muss, oder besser "tun müsste", um etwas Ruhe reinzubringen. Ganz langsam bewegen, Gleichgewicht halten ... aber schon beginnt das Ding sich wieder schneller zu drehen, weil man sich ein bisschen zu schnell bewegt hat.
 






Der zweite Versuch dann im richtigen Ball, also komplett rund, aber ohne Kamera.

Aber wenn mir vielleicht in der Rolle die freie Hand noch etwas geholfen hätte, jetzt ist, zumindest bei mir, jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.
Aufrecht stehen: Unmöglich !

Also verlege ich mich auf die gute, alte Fortbewegungspraxis, auf alle Viere. Und das geht richtig gut und macht noch mehr Spaß.
Krabbeln, krabbeln, krabbeln, immer schneller, wie ein Hamster in seinem Rad.
Und man bewegt sich in seinem Ball auf dem Wasser richtig vorwärts, wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis.

Aber nach 6-7 Minuten reicht es dann auch (ich bin immerhin 53). Ich rolle auf den Steg zu, lasse mich die letzten Meter heranziehen und freue mich, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und frische Luft zu atmen. In dem Ball ist es natürlich ein ganz klein wenig stickig, aber das tut dem Spaß überhaupt keinen Abbruch, gehört vielleicht auch dazu, damit man fühlt, in einem kleinen Raum zu sein.
 






Schwer atmend und leicht verschwitzt steige ich aus der Kunststoffkugel und schaue in die lachenden Gesichter von Nadine und Thomas.

Erst jetzt merke ich wirklich, wie kaputt ich bin, der Muskelkater kommt dann am nächsten Tag. Trotzdem bin ich ein wenig neidisch auf die beiden Jungs, die gerade in den großen, ovalen Ball einsteigen dürfen. Am liebsten würde ich mit rein, aber ein wenig Pause sollte man sich geben.

Trotzdem habe ich das bestimmt nicht zum letzten Mal gemacht. Jedes Mal, wenn ich am Schlossteich vorbei gehe, muss ich schmunzeln.

Fazit: Anstrengend JA, aber auch ein Riesenspaß und unbedingt zu empfehlen.

Die Bälle werden übrigens täglich auf Schäden überprüft, gereinigt und desinfiziert und es gab in den 4 Jahren kein einziges Problem.
 



 

Reportage Offizieller Festakt 850 Jahre Bergedorf:

Kamera: Thomas Schrader, Mike Weil
Schnitt/Ton: Thomas Schrader
Fotos: Nadine Weil
Text: Mike Weil


       
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